Kleines Nashorn, wo fährst du hin? (gebundenes Buch)

ISBN/EAN: 9783522458733
Sprache: Deutsch
Umfang: 40 S.
Format (T/L/B): 1 x 27.7 x 25.1 cm
Lesealter: Lesealter: 4-99 J.
Einband: gebundenes Buch
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Ein Bilderbuch über Mut und Selbstvertrauen, für Kinder ab 4 Jahren. Das kleine Nashorn träumt davon, einmal die große weite Welt zu sehen. Die Welt außerhalb des Sumpfes am großen Fluss, wo es mit den anderen Nashörnern lebt. Die großen Nashörner verstehen das nicht. Hier im Sumpf ist doch alles, was ein Nashorn braucht! Das sieht das kleine Nashorn ein. Aber trotzdem verfolgt es seinen großen Traum unbeirrt weiter. Es baut sich ein Floß und sticht in See - und auch wenn es sich auf dem Weg manchmal verirrt, am Ende erreicht das kleine Nashorn sein Ziel. Ein poetisches, warmes Bilderbuch mit einem kleinen Helden, den man mit seiner freundlichen, positiven Art sofort ins Herz schließt.
Meg McKinlay wuchs in Bendigo, einer Stadt im australischen Bundesstaat Victoria, auf. Bevor sie Kinderbuchautorin wurde, arbeitete sie als Schwimmlehrerin, Reiseleiterin, Übersetzerin und Lehrerin. Heute lebt sie mit ihrer Familie nahe dem Meer in Fremantle und hat stets eine neue Geschichte im Kopf.
Meg McKinlay, Leila Rudge:Kleines Nashorn, wo fährst du hin?Übersetzt von Inge WehrmannDS 1Es war einmal ein kleines Nashorn,das wollte sich die große weite Welt ansehen.DS 2Tag für Tag sah es den Booten nach, die über denFluss fuhren. Sie waren voller Waren, Düfte und Klänge aus fernen Ländern.Und das kleine Nashorn begann zu träumen.DS 3Um es herum wälzten sich die anderen Nashörner im Schlamm und ließen sich die Sonne auf den Rücken scheinen. Sie fraßen Gras und schubberten ihre Hörner an den Bäumen. Sie machten all das, was Nashörner eben so machen.Das kleine Nashorn aber beobachtete vom Flussufer aus die Boote und seufzte.„Wünscht ihr euch nicht auch, ihr könntet euch einmal die Welt ansehen?“, fragte es.DS 4Ein Nashorn, das sich gerade im Schlamm wälzte, schnaubte: „Aber das hier ist doch die Welt! Wir haben Schlamm und Gras und Bäume. Wir haben alles, was ein Nashorn sich nur wünschen kann.“„Ja“, antwortete das kleine Nashorn. „Das stimmt.“Und ein Nashorn, das gerade graste, sagte: „Du bist ein Nashorn. Du gehörst hierher.“„Ja“, sagte das kleine Nashorn. „Das stimmt.“Aber es hörte nicht auf zu träumen. Und der Fluss floss weiter und die Boote fuhren vorbei.DS 5Doch eines Tages …DS 6„Aber du bist ein Nashorn!“, grummelte ein großes Nashorn, das sich gerade an einem Baum schubberte. „Du kannst nicht mit einem Boot fahren.“„Ja“, sagte das kleine Nashorn. „Das stimmt.“Und ein anderes Nashorn, das sich gerade die Sonne auf den Rücken scheinen ließ, rollte mit den Augen. „Du bist ein Nashorn. Du kannst nicht rudern. Oder steuern. Oder eine Karte lesen.“ „Ja“, sagte das kleine Nashorn. „Das stimmt.“DS 7Alle Nashörner, die sich gerade noch im Schlamm gewälzt und sich die Sonne auf den Rücken hatten scheinen lassen, die gegrast und sich an den Bäumen geschubbert hatten, standen ängstlich am Flussufer. „Komm zurück!“, riefen sie. „Das ist gefährlich! Du wirst dich verirren!“„Ja, vielleicht“, antwortete das kleine Nashorn. Es winkte den anderen Nashörnern zu, bis es hinter der Flussbiegung verschwunden war.DS 8Weit draußen auf dem Meer war das Wasser tiefblau. Feuchte Gischt erfüllte die Luft und Schaumkronen tanzten auf den Wellenkuppen. DS 9Das kleine Nashorn tauchte einen Huf ins Meer und probierte von dem salzigen Wasser; verträumt blickte es in die Tiefe. Am Tag schnellten Fische neben dem Boot empor.Nachts schwammen Sterne auf der dunklen Oberfläche des Ozeans. Das kleine Nashorn schaute aufs Wasser und ließ sich von den Wellen in den Schlaf wiegen.Und segelte weiter …DS 10… vorbei an schneebedeckten Winterwelten und sonnigen Sommerlandschaften.Es segelte bis in die fernsten Länder und noch weiter. DS 11Es sah Schlamm und Gras und Bäume.Und es sah Dinge, die es noch nie zuvor gesehen hatte, roch unbekannte Gerüche und hörte neue, überraschende Klänge.DS 12Es sah mehr, als sich ein Nashorn jemals hätte erträumen können.DS 13Und als es alles gesehen hatte, was es zu sehen gab, wendete das kleine Nashorn sein Segel und machte sich auf den Heimweg.Die anderen Nashörner warteten an derselben Stelle, an der das kleine Nashorn sie zurückgelassen hatte. Umgeben von Schlamm und Gras und Bäumen.DS 14Das kleine Nashorn erzählte ihnen von all den Dingen, die es gesehen und gerochen und gehört hatte.„War das nicht alles sehr fremd?“, fragten die Nashörner.„Ja“, erwiderte das kleine Nashorn.„Und unheimlich?“„Ja, manchmal.“„Das haben wir uns gedacht“, sagten die Nashörner.Sie d